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UDIPSS Santarém warnt vor Schließung sozialer Einrichtungen

Lehrerin mit Klemmbrett steht nachdenklich an Wand in hellem, leerem Klassenraum mit Stühlen und Bildern.
In diesem Artikel
  1. UDIPSS Santarém: Personalmangel gefährdet Sozialangebote
  2. „Ohne Alternativen“
  3. Differenzierung

Die Bezirksunion der IPSS von Santarém (UDIPSS) hat am Freitag vor möglichen Schließungen von Einrichtungen und Sozialangeboten gewarnt. Ausschlaggebend seien der Mangel an Beschäftigten und Vorstandsmitgliedern sowie die zusätzlich angespannte Finanzlage.

„Finanzielle Probleme gab es immer, doch derzeit ist der Personalmangel gravierender“, sagte UDIPSS-Präsident Luís Jacob gegenüber Lusa anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Organisation.

UDIPSS Santarém: Personalmangel gefährdet Sozialangebote

Die Union vertritt rund 200 private Einrichtungen der sozialen Solidarität (IPSS) in den 21 Gemeinden des Bezirks Santarém. Nach Angaben von Luís Jacob wird es zunehmend schwieriger, Pflegekräfte, Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen, Fachkräfte sowie Mitarbeitende in der direkten Betreuung zu gewinnen und langfristig zu halten.

Das Fehlen dieser Fachkräfte könne die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben für den Betrieb einzelner Sozialangebote gefährden, insbesondere im Vorschulbereich, warnte er.

Als weiteren Risikofaktor für den Fortbestand der Einrichtungen nannte der Vorsitzende die Schwierigkeit, Menschen zu finden, die bereit sind, ehrenamtlich in deren Leitungsgremien mitzuwirken.

„Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, könnten einige Einrichtungen gezwungen sein, ihre Aktivitäten einzuschränken, Investitionen aufzuschieben oder den Fortbestand bestimmter Angebote zu überdenken“, warnte er.

Auf Nachfrage zu konkreten Fällen mit Schließungsrisiko erklärte der Verantwortliche, aus Vertraulichkeitsgründen keine Einrichtungen nennen zu können. Besonders gefährdet seien jedoch kleine IPSS mit Tageszentrum und mobiler Unterstützungsleistung zu Hause (SAD), da ihre geringe Zahl an Nutzerinnen und Nutzern die finanzielle Tragfähigkeit erschwere.

Laut Luís Jacob sind die Ausgaben für Personal, Verpflegung, Energie, Transport und Instandhaltung gestiegen, ohne dass die öffentlichen Zuschüsse die Mehrkosten ausreichend ausgleichen. Vielen Einrichtungen bleibe dadurch kaum Spielraum für Investitionen oder den Aufbau von Rücklagen.

Der Vertreter erklärte, dass Einrichtungen zur Betreuung von Kindern in sehr schwierige finanzielle Situationen geraten waren. Diese hätten sich inzwischen durch ein neues Abkommen mit der Sozialversicherung entschärft, das die Unterstützung für diese Angebote deutlich erhöht habe.

„Ohne Alternativen“

Luís Jacob räumte ein, dass es sowohl zu Zusammenschlüssen als auch zu Schließungen von Einrichtungen kommen könne. Gründe dafür seien finanzielle Schwierigkeiten, rückläufige Nutzerzahlen in manchen Regionen und der Mangel an Vorstandsmitgliedern.

„Die Schließung eines Sozialangebots bedeutet, besonders in einer ländlichen Region, nicht nur den Verlust einer Dienstleistung. Sie kann dazu führen, dass einer ganzen Gemeinschaft keine Alternativen mehr bleiben“, warnte er.

Differenzierung

Um dem finanziellen Druck entgegenzuwirken, forderte der UDIPSS-Präsident, dass die öffentliche Finanzierung zumindest 50 % der fachlichen Kosten sozialer Angebote abdecke. Außerdem müssten die Zuschüsse an den Grad der Pflegebedürftigkeit der Nutzerinnen und Nutzer sowie an die Merkmale der jeweiligen Regionen angepasst werden.

„Eine IPSS in einer ländlichen Gegend mit hohen Transportkosten und einem kleineren Betriebsumfang kann nicht genau gleich behandelt werden wie eine Einrichtung in einem großen städtischen Zentrum“, befand er.

Bei Pflegeheimen könne die monatliche fachliche Kostenbelastung pro Bewohnerin oder Bewohner beispielsweise mehr als 1500 Euro betragen. Für Familien mit niedrigen Pensionen sei dieser Betrag schwer aufzubringen.

Der Präsident der UDIPSS betonte zudem, dass eine bessere Finanzierung sozialer Angebote auch die Ausgaben im Gesundheitswesen senken könnte. Dadurch ließe sich vermeiden, dass ältere Menschen ohne Bedarf an einem Krankenhausaufenthalt mangels einer Unterbringungsalternative in Spitälern bleiben.

Zugleich sprach sich der Vertreter für eine Neugestaltung der Arbeitsweise und Finanzierung von Tageszentren aus. Diese seien historisch unterfinanziert und hätten in mehreren Regionen an Nachfrage verloren. Darüber hinaus kritisierte er bürokratische Verfahren, die die Eröffnung bereits fertiggestellter sozialer Einrichtungen verzögern könnten.

Die im Dezember 2001 gegründete UDIPSS Santarém beginnt ihre Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen am 27. Oktober mit einer Gala im Cine-Teatro von Almeirim. Dabei werden Einrichtungen, Vorstandsmitglieder, Fachkräfte, Freiwillige und soziale Projekte ausgezeichnet.

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist diplomierte Office-Managerin und seit über zwölf Jahren im Assistenz- und Sekretariatswesen tätig. Sie spezialisiert sich auf moderne Büroorganisation, professionelle Kommunikation, Terminmanagement und digitale Arbeitsabläufe. Ihr besonderes Interesse gilt der Weiterentwicklung des Sekretariatsberufs und effizienten Lösungen für den Arbeitsalltag.

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