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Niedrige Luftfeuchtigkeit: So schützen Sie Haustiere bei trockenem Wetter

Frau streichelt Katze am Tisch mit Luftbefeuchter, Hund liegt auf Sofa im hellen Wohnzimmer.
In diesem Artikel
  1. Einige Haustiere sind besonders gefährdet
  2. Pflege von Haustieren bei trockenem Wetter
  3. Wann sollte man eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufsuchen?

Eine niedrige Luftfeuchtigkeit, wie sie im Winter in vielen Regionen Brasiliens häufig vorkommt, erfordert nicht nur mit Blick auf die menschliche Gesundheit Aufmerksamkeit, sondern auch bei Haustieren. Trockene Luft kann bei Hunden und Katzen Haut, Schleimhäute und Atemwege austrocknen und bei empfindlicheren Tieren zusätzliches Unbehagen verursachen.

Laut Aline Ambrogi, Dozentin für Veterinärmedizin am Centro Universitário de Jaguariúna (UniFAJ), beeinträchtigt geringe Luftfeuchtigkeit den natürlichen Schutz der Atemwege. „Trockene Luft lässt die Schleimhäute von Nase, Augen und Atemwegen austrocknen, wodurch der natürliche Schutz vor infektiösen Erregern abnimmt. Darüber hinaus begünstigt sie Dehydrierung und kann bereits bestehende Atemwegs- und Hauterkrankungen verschlimmern“, erklärt sie.

Mögliche Anzeichen bei Haustieren sind eine trockene Nase, trockene Augen und Ballen sowie Husten und gereizte Atemwege. Diese Zeit kann ausserdem das Auftreten oder die Verschlechterung von Bindehautentzündungen, Dermatitis und Juckreiz fördern. Bei entsprechend veranlagten Tieren kann niedrige Luftfeuchtigkeit Anfälle von Bronchitis, felinem Asthma und einen Trachealkollaps begünstigen.

Einige Haustiere sind besonders gefährdet

Nicht alle Tiere reagieren gleich auf trockenes Wetter. Zu den Tieren, die besonders sorgfältige Betreuung benötigen, zählen brachyzephale Hunde und Katzen mit kurzer Schnauze. Französische Bulldoggen, Möpse, Englische Bulldoggen, Shih Tzus und Perserkatzen sind einige Beispiele dafür.

„Brachyzephale Tiere haben aufgrund ihrer Anatomie bereits Schwierigkeiten beim Atmen und können daher in Phasen niedriger Luftfeuchtigkeit stärker belastet sein. Auch Hunde mit Trachealkollaps, ältere Tiere, herzkranke Tiere und Tiere mit chronischen Atemwegserkrankungen verdienen besondere Aufmerksamkeit“, warnt die Dozentin.

Pflege von Haustieren bei trockenem Wetter

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zählt zu den wichtigsten Massnahmen, um die Folgen trockener Luft zu verringern. Frisches, sauberes Wasser sollte jederzeit bereitstehen, und die Tiere sollten über den Tag hinweg zum Trinken animiert werden. Wenn es von der Tierärztin oder dem Tierarzt empfohlen wird, können auch Feuchtfutter wie Portionsbeutel dazu beitragen, die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen.

Spaziergänge sollten vorzugsweise zu Zeiten stattfinden, in denen es weniger heiss ist und die Luft weniger trocken ist – etwa früh am Morgen oder am späten Nachmittag. In Innenräumen kann es helfen, für gute Belüftung zu sorgen und, wenn möglich, einen Luftbefeuchter zu verwenden. Empfohlen wird eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 60%. Auch Gefässe mit Wasser können zur Befeuchtung der Raumluft beitragen.

Regelmässiges Reinigen der Wohnung ist ebenfalls wichtig, da dadurch die Staubkonzentration sinkt, welche die Atemwege reizen kann. Zudem sollten Tiere weder Zigarettenrauch noch Rauch von Flächenbränden ausgesetzt werden.

Wann sollte man eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufsuchen?

In Phasen niedriger Luftfeuchtigkeit sollten Veränderungen im Verhalten und Gesundheitszustand von Haustieren genau beobachtet werden. Anhaltender Husten, Atemnot, starker Augenausfluss, Teilnahmslosigkeit und eine geringere Wasseraufnahme sind Warnzeichen.

„Treten diese Anzeichen auf, sollte das Tier von einer Tierärztin oder einem Tierarzt untersucht werden. Besonders bei Tieren, die bereits Atemwegserkrankungen, Herzerkrankungen oder andere chronische Beschwerden haben, ist es nicht ratsam, darauf zu warten, dass die Symptome von selbst verschwinden“, rät Aline Ambrogi.

Mit einfachen Massnahmen zur Flüssigkeitsversorgung, einer angepassten Raumumgebung und Aufmerksamkeit für klinische Anzeichen lassen sich die Auswirkungen trockenen Wetters reduzieren und Haustieren während Zeiten geringer Luftfeuchtigkeit mehr Komfort und Sicherheit bieten.

Von Camila Lopes

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist diplomierte Office-Managerin und seit über zwölf Jahren im Assistenz- und Sekretariatswesen tätig. Sie spezialisiert sich auf moderne Büroorganisation, professionelle Kommunikation, Terminmanagement und digitale Arbeitsabläufe. Ihr besonderes Interesse gilt der Weiterentwicklung des Sekretariatsberufs und effizienten Lösungen für den Arbeitsalltag.

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