Schweißausbrüche, zitterne Hände, Blackouts: Fast jeder wird hin und wieder von Sprechangst heimgesucht. Wir zeigen Ihnen, was Sie dagegen tun können und geben "Erste Hilfe Tipps".

Vor der Rede:
  • Bauen Sie körperliche Spannung frühzeitig ab.
    Dazu können Sie beispielsweise autogenes Training oder Yoga machen - oder auch joggen oder schwimmen.
  • Ablenken statt brüten!
    Wenn sie an dem Punkt angelangt sind, an dem weitere Vorbereitung nichts mehr bringt: Hören Sie auf über Ihre Rede nachzudenken. Lenken Sie sich besser ab, zum Beispiel mit einem Kinobesuch oder einem Spaziergang.
  • Ein sicherer Stand oder Sitz gibt Sicherheit.
    Wählen Sie beim Reden im Stehen flache Absätze und stehen Sie fest auf dem Boden. Wenn Sie im Sitzen sprechen, setzen Sie sich nicht auf die Stuhlkante, sondern nutzen Sie die gesamte Sitzfläche.
  • Richtig durchatmen!
    So beruhigen Sie sich schnell: Atmen Sie direkt vor Ihrem Redebeitrag einige Male tief durch und konzentrieren Sie sich dabei auf das Ausatmen.
  • Flucht nach vorn.
    Je länger man auf seinen Redebeitrag wartet, desto schlimmer wird die Sprechangst. Deshalb: Melden Sie sich freiwillig, sprechen Sie als Erste! Dadurch vermeiden Sie nicht nur langes, angespanntes Warten, sondern geben sich selbst durch Ihr mutiges Vorpreschen auch einen positiven Impuls.
Während der Rede:
  • Immer langsam!
    Beginnen Sie langsam, planen Sie Pausen ein, lassen Sie sich Zeit. So vermeiden Sie es, sich zu verhaspeln, ungewollte Pausen fallen kaum auf - und das Publikum ist dankbar, weil Sie nicht durch den Text hetzen.
  • Kleiner Gegenstand, große Sicherheit.
    So merkwürdig es klingt: Ein kleiner Gegenstand, zum Beispiel ein Stein oder eine Münze, den Sie während des Sprechens in der Hand halten, kann Ihnen viel von Ihrer Angst nehmen. Allein dadurch verschwindet oft schon das Gefühl, der Situation ausgeliefert zu sein.
  • Zuhörer einbinden.
    Viel Stress verursacht in einer Redesituation, dass die gesamte Aufmerksamkeit auf den Redner, die Rednerin gerichtet ist. Erleichterung kann es bringen, wenn Sie die Aufmerksamkeit zeitweise auf andere lenken - indem Sie beispielsweise eine Frage an das Publikum richten.
  • Viel trinken.
    Angst und Lampenfieber führen häufig zu einem trockenen Mund. Deshalb sollten Sie immer etwas zu trinken in Reichweite haben. Falls einmal nichts zur Verfügung steht, hilft auch dieser alte Sänger-Trick: Beißen Sie sich ein paar Sekunden lang auf die Zungenspitze (das regt die Speichelproduktion an).

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