Überlassen Sie die Regelung der Gastgeschenkefrage keinesfalls dem Zufall. Das gilt sowohl, wenn Sie in der Gastrolle sind als auch für Gastgebende! Hier finden Sie hilfreiche Tipps zur geschäftlich korrekten Gastgeschenkepraxis.

10 Grundregeln zur Geschenkepraxis

Es macht einen Teil Ihrer beruflichen Souveränität aus, auf Gastgeschenke professionell, das heißt anlassgerecht und fantasiereich, vorbereitet zu sein. Überlassen Sie die Regelung der Gastgeschenkefrage keinesfalls dem Zufall. Das gilt sowohl, wenn Sie in der Gastrolle sind als auch für Gastgebende! Hier finden Sie hilfreiche Tipps zur geschäftlich korrekten Gastgeschenkepraxis.

  • Als Gastgeschenke werden sowohl Präsente bezeichnet, die Sie als Gast mitbringen, als auch solche, die von Gastgebenden als Erinnerung oder Dank an Gäste verschenkt werden.
  • Ihre Gastgeschenke sollten idealerweise stets dem Anlass, der Persönlichkeit und den Interessen der oder des Beschenkten sowie der persönlichen Beziehung zu ihr oder ihm angepasst sein.
  • Ihre Präsente sollten nie zu üppig oder übertrieben wirken; der Eindruck der Aufdringlichkeit, Anbiederung oder Verpflichtung muss vermieden werden, andernfalls werden die Geschenkidee und der investierte Aufwand abgewertet. Das Geschenk soll die Empfängerin oder den Empfänger weder beschämen, in Verlegenheit bringen noch zu einer Gegenleistung verpflichten. Die Auswahl muss mit Takt, Einfühlungsvermögen und menschlicher Wertschätzung vorgenommen werden. Niedere Beweggründe nehmen einem Geschenk den ursprünglichen Sinn, sind zum Beispiel als Bestechung sofort klar und fallen damit völlig aus dem üblichen offiziellen Rahmen.
  • Der "Wert" eines Geschenks liegt nicht im Kaufpreis oder in der Größe, sondern im gedanklichen und persönlichen Einsatz bei der richtigen Auswahl.
  • Beachten Sie, dass Geschenke, die zu persönlich sind, zu einem peinlichen Vorgang ausarten können, vor allem, wenn die beschenkte Person das Präsent coram publico auspackt.
  • Berücksichtigen Sie bei Ihren Geschenküberlegungen auch Abneigungen und Eigenarten der oder des Beschenkten. Religiöse, nationale, traditionelle Besonderheiten, aber auch abergläubische Überlieferung, zum Beispiel bei bestimmten Blumen, Scheren und Messern.
  • Nutzen Sie Werbepräsente mit großflächigen Werbeaufdrucken überhaupt nicht als offizielle Gastgeschenke. Das Gastgeschenk rückt sonst allzu sehr in die Nähe aufdringlicher Selbstdarstellung. Werbegeschenke müssen schon ganz besondere Qualität und begehrte Verwendbarkeit haben, sollen sie als Gastpräsent geeignet sein. Zudem sollte dann die Werbebotschaft zumindest auf den ersten Blick unsichtbar sein.
  • Verschenken Sie keine "Prestigegeschenke", zum Beispiel mit auffälligen Designer-Etiketten. Sie dienen nur der eigenen Profilierung. Die Empfangsperson steht damit nicht mehr im Mittelpunkt der Geschenkentscheidung, sondern das Geltungsbedürfnis der oder des Schenkenden. Ihr Gegenüber wird es registrieren und sich seine Gedanken darüber machen.
  • Verschenken Sie keine Präsente, die ausschließlich Ihrem Geschmack entsprechen, sondern dem der zu beschenkenden Person - sofern Sie Informationen über deren Interessen und Vorlieben haben.
  • Haben Sie keine oder nur vage Informationen über deren Interessen und Neigungen, unternehmen Sie so weit wie möglich den diskreten Versuch der Informationsbeschaffung. Ihre Erkundigungen holen Sie nur in Ausnahmefällen bei ihr selbst, sonst bei Menschen ein, die ihr privat oder beruflich nahe stehen (zum Beispiel Vorzimmer, Mitarbeitende, Familienangehörige - soweit ein Kontakt besteht).

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